Die Philosopie

Die ewige Frage
(Vorwort aus Buch 1)
Manchmal geschieht es in einem stillen Moment.
Der Gedanke, noch einmal beginnen zu dürfen. Nicht, um alles ungeschehen zu machen, sondern um anders zu wählen.
Ein Wort doch noch auszusprechen, ein Gefühl nicht verstreichen zu lassen. Einen Fehler zu verstehen, bevor er sich wiederholt.
Manchmal ist es nicht nur ein Gedanke sondern eine Konsequenz aus dem was unabänderbar und endgültig zu sein scheint.

Was wäre, wenn nichts endgültig verloren ginge? Wenn an seinem Ende jedes Leben – selbst das größte aller gelebten  Leben – voller Liebe, Wissen und Taten – nicht einfach im Strom der Zeit versänke?
Es gibt einen Ort, an dem Zeit nicht geradlinig verläuft.  Dort überlagern sich Anfang und Ende. 
Dort begegnet man Möglichkeiten, die man einst vielleicht verpasst hat – und solchen, die man nie erahnte.

Man nennt diesen Ort die Drehscheibe und er existiert hier und genau jetzt,  in der sechsten Welt von Siebenerden. 
Weit draußen unter der Schulter des Wassermanns könntet ihr ihn vielleicht finden wenn ihr ihn in einer klaren Nacht suchen würdet.
Ganz weit draußen und unerreichbar für jene, die nicht wissen, wonach sie suchen sollen und  stets nur sehen was sie kennen oder zu glauben bereit sind. Kein Leuchten, das einem ins Auge sticht – eher ein Flimmern, als würde etwas hinter der für sie wohlbekannten Wirklichkeit atmen.

Es ist alles nur vorübergehend. An diesem Ort wird niemand zu etwas gezwungen und niemand gerichtet. Dort werden wir gesehen, begleitet und vorbereitet auf das was kommen kann. Dann beginnt etwas neues, vielleicht wieder und wieder, woanders, irgendwann und stets auf ein neues. 
Wer bleiben darf und bereit ist, dem öffnet sich ein neuer Weg und es warten große Aufgaben die es zu meistern gilt. Aber selbst hier gelten Regeln und wer sie missachtet, wird diese Welt schneller wieder verlassen, als ihm lieb sein kann.  
Ob ihr daran glaubt, ist eure Sache.
Manche Türen öffnen sich jedoch nur für jene, die nicht achtlos daran vorübergehen.